Klare Haltung gegen Extremismus beim NLLV

Ein Mann und zwei Frauen neben Blumengestecken, er spricht in ein Mikrofon

NLLV-Vorsitzende Sandra Schäfer, die 3. Vorsitzende Melanie Mederer und der 2. Vorsitzende Arthur Eichner beim Festakt.

Der traditionsreiche Nürnberger Lehrerinnen- und Lehrerverband NLLV hat sich klar gegen Extremismus positionert. Das Bayerische Schullandheimwerk schließt sich dem in vollem Umfang an.

Bei seiner jüngsten Bezirksdelegiertenversammlung, an der auch BSHW-Geschäftsführer Dr. Jürgen Stammberger teilnahm, verabschiedeten die NLLV-Mitglieder eine Präambel und eine Unvereinbarkeitsregel gegen verfassungsfeindliche und anti-demokratische Tendenzen. Die NLLV-Vorsitzende Sandra Schäfer betonte in ihrer Ansprache, dass Bestrebungen, die sich gegen Rechtsstaat, Menschenwürde und Demokratie richten, unvereinbar sind mit einer Mitgliedschaft im NLLV.

Beim Festakt wurde auch MdL Karl Freller, ehrenamtlicher Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, zum Ehrenmitglied des NLLV ernannt. Betont wurde dabei Frellers konsequenter Einsatz dafür, historische Verantwortung im Bildungsalltag lebendig zu halten. Sein Wirken zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler nicht nur über vergangene Gewaltherrschaft zu informieren, sondern sie auch für Werte wie Zivilcourage, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren.

In der Laudatio betonte die Bezirksvorsitzende Sandra Schäfer die Bedeutung einer klaren Haltung in der Bildungsarbeit. Erinnerungskultur sei kein Selbstläufer, sondern müsse aktiv gestaltet und im Schulalltag verankert werden. Lehrkräfte trügen dabei eine besondere Verantwortung, jungen Menschen Orientierung zu geben.

Freller warnte eindringlich davor, dass das Bewusstsein für historische Ereignisse mit der Zeit verblassen könne. Gleichzeitig rief er dazu auf, jeder Form von Extremismus entschieden entgegenzutreten. Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König sowie Staatsminister Joachim Herrmann würdigten in ihren Beiträgen die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur für Gesellschaft und Demokratie.

Stellvertretend für die zahllosen Opfer des NS-Terrors wurde der Familie Adler gedacht. Der jüdische Lehrer Nathan Adler, Mitglied in NLLV und BLLV, ist mit seiner Frau Mirjam deportiert und 1942  in Riga getötet worden.

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