Wie können wir auch dann wertschätzend miteinander umgehen, wenn wir uns ärgern, unterschiedlicher Meinung sind oder ein Konflikt entsteht? Und was hilft uns dabei, uns selbst und auch unser Gegenüber besser zu verstehen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Kinder der dritten Jahrgangsstufe der Mönauschule Erlangen während eines dreitägigen Aufenthalts im Schullandheim Steinbach am Wald.
Das Bayerische Schullandheimwerk hat einen Kurs zur wertschätzenden und konstruktiven Kommunikation entwickelt, speziell für jüngere Schulkinder. Die Drittklässler aus Erlangen durften das Konzept erproben.
Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler in der Schule die Wolfs- und Giraffensprache kennengelernt. Giraffensprache steht dabei für achtsame und gefühlvolle Kommunikation, die Wolfssprache kann dagegen andere verletzten. Im Schullandheim konnten die Kinder dieses Wissen nun vertiefen und vor allem praktisch erproben. Im Mittelpunkt standen dabei Gefühle und Bedürfnisse: Was fühle ich in einer bestimmten Situation? Was brauche ich gerade? Und wie kann ich das ausdrücken, ohne mein Gegenüber anzugreifen oder zu beschuldigen?
Anhand verschiedener beispielhafter und typischer Konfliktsituationen aus dem Alltag von Grundschulkindern setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinander. Sie übten, Gefühle und dahinterliegende Bedürfnisse zu erkennen und die vier Schritte der Giraffensprache (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte) auf konkrete Situationen anzuwenden.
Dabei wurde deutlich: Konflikte gehören zum Miteinander dazu. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen. Die Giraffensprache kann Kindern helfen, sich selbst und andere besser zu verstehen, eigene Anliegen klar auszudrücken und auch in schwierigen Situationen miteinander im Gespräch zu bleiben.

